Amt für Betrieb Nationalstrassen
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Über uns

Wir sorgen auf rund 150 Kilometern für Ihre sichere Fahrt.

Af BN Map

Streckennetz

Wichtig für die Nord-Süd-Transitachse

Das Gebiet der Gebietseinheit XI umfasst die A2 von Beckenried bis Airolo inkl. Gotthardpassstrasse sowie die A4 von Küssnacht bis Flüelen. Rund ein Viertel der bewirtschafteten Strecken sind Tunnelanlagen, wobei der Gotthardstrassentunnel zwischen Göschenen (UR) und Airolo (TI) mit 16.9 km der viertlängste Strassentunnel der Welt und der längste in den Alpen ist. Der Gotthard ist die wichtigste Verbindung auf der Nord-Süd-Transitachse zwischen Rotterdam und Genua.

A2 Beckenried–Airolo

Das AfBN betreut rund 72 km des Nationalstrassennetzes A2 von Beckenried bis Airolo inkl. der beiden Strassentunnels Seelisberg und Gotthard. Von dieser Strecke werden 28.8 km in Tunnels und 2.25 km in Galerien geführt, hinzu kommen noch einige Kilometer Brücken und Viadukte. Auch die 32.4 km lange Gotthardpassstrasse A2P gehört zum Aufgabengebiet des AfBN.

Lehnenviadukt

Länge: 3.15 Kilometer

Eröffnung: 12. Dezember 1980

Wissenswertes:
Der Lehnenviadukt als zweitlängste Autobahnbrücke der Schweiz befindet sich in einem geologisch problematischen Kriechhang. Deshalb musste er mit Schutzschächten und 58 Pfeilern, die bis zum Felsen reichen, gesichert werden. Die maximale Pfeilerhöhe beträgt 45 Meter.

Zur Hangsanierung wurden elf Bäche im Bereich des Viaduktes gefasst. Im Bereich des Ischenwaldes musste zur Entwässerung der darunterliegenden Hangrutschmasse ein 530 Meter langer Felsstollen gefräst werden.

Am nördlichen Ende befindet sich das Anschlussbauwerk Beckenried mit zwei Rampenbrücken, am südlichen Ende die 48 Meter lange Zwischenbrücke als Verbindung zu den beiden Röhren des Seelisbergtunnels.

Seelisbergtunnel

Länge: 9.25 Kilometer

Eröffnung: 12. Dezember 1980

Wissenswertes:
Der Seelisbergtunnel verbindet die Kantone Uri und Nidwalden und ist der längste doppelröhrige Strassentunnel in der Schweiz. Im September 1971 wurde mit den Installationsarbeiten begonnen. Der Bau der rund 610 Mio. Franken teuren Tunnelröhren erfolgte danach in drei Baulosen:

  • Los Nord Rütenen: 2×4'300 Meter Tunnel und Lüftungszentralen Rütenen und Hattig
  • Los Süd Büel: 2×2'900 Meter Tunnel und Lüftungszentrale Büel
  • Los Mitte Huttegg: 2×2'000 Meter Tunnel und Lüftungszentrale Huttegg

Energieversorgung
Für den Betrieb des Seelisbergtunnels ist eine leistungsfähige Stromversorgung erforderlich. Die elektrische Energie wird aus den beiden unabhängigen 50-kV-Netzen der Elektrizitätswerke Altdorf (EWA) und des Elektrizitätswerkes Nidwalden (EWN) bezogen. Bei Ausfall eines Netzes ist das andere in der Lage, die Energielieferung für den gesamten Tunnel zu übernehmen.

Belüftung
Der Seelisbergtunnel ist in 5 Lüftungsabschnitte unterteilt, wovon jeder mit einem Frisch- und einem Abluftventilator versehen ist. Zusätzlich sind 20 Ventilatoren mit Leistungen zwischen 580 und 1245 Kilowatt installiert. 2014 wurden steuerbare Abluftklappen eingebaut. Diese ermöglichen es im Falle eines Ereignisses, den entstehenden Rauch konzentriert am Ereignisort abzusaugen und über den oberhalb des Fahrraumes angeordneten Abluftkanal zu den portalseitigen Abluftkaminen abzuführen. Beide Röhren wurden mit Rauchmeldern ergänzt.

Fluchtwege
Zur Erhöhung der Sicherheit bei Brandfällen befinden sich in Abständen von 300 m Querverbindungen zwischen den beiden Tunnelröhren, wovon jede fünfte befahrbar ist.

SOS-Nischen und Notrufeinrichtung
Alle 150 m befinden sich auf der rechten Fahrbahnseite SOS-Stationen mit Notruftelefon und Feuerlöscher. Bei Entnahme eines Feuerlöschers wird Alarm ausgelöst und die nachfolgenden Verkehrsteilnehmer mit Gelbblinken gewarnt.

Seedorf–Amsteg

Länge: 14.8 Kilometer

Eröffnung: 1979

Wissenswertes:
Zwischen Flüelen und Erstfeld befinden sich 2 Reussbrücken, 1 Durchlass und der Attinghauserviadukt, das Schwerverkehrszentrum sowie die Gotthard-Raststätte.

Auf der Strecke Erstfeld–Amsteg unterhalten wir 11 Unterführungen, 6 Überführungen, 7 Durchlässe, 3 Reussbrücken und den Taubachtunnel. In Amsteg Fahrtrichtung Süd und Erstfeld Fahrtrichtung Nord hat es Rastplätze und Toilettenanlagen.

Amsteg–Göschenen

Länge: 14.25 Kilometer

Eröffnung: zwischen 1971 und 1980

Wissenswertes:
Die Strecke der Tunnels und Brücken. Die A2 von Amsteg nach Göschenen führt über 5 Brücken, durch 7 Tunnels und 5 Galerien. Insgesamt hat es 59 Stützmauern mit einer Gesamtlänge von rund 6.5 km. Auf der Höhe Gurtnellen in Fahrtrichtung Süd ist ein Rastplatz mit Toilettenanlage und in Wassen ein Parkplatz ohne sanitäre Anlagen.

Die Bauarbeiten für dieses Teilstück begannen 1963 in Amsteg. Die Inbetriebnahme erfolgte gestaffelt zwischen 1971 und 1980. Erste Sanierungen begannen 1990 mit dem Teilstück Amsteg–Meitschligen. Im Zweijahresrythmus folgten Meitschligen–Gurtnellen 1994 bis 1996, Gurtnellen–Wassen 1996 bis 1998 und schliesslich Wassen–Göschenen 1999 bis 2001.

Gotthard-Passstrasse

Länge: 32 Kilometer

Wissenswertes:
Die Gotthard-Passstrasse war seit dem Mittelalter bis zum Bau des Eisenbahn- und Autobahntunnels eine der wichtigen Nord-Süd-Verbindungen über die Alpen. Sie verbindet die Ortschaften Göschenen im Kanton Uri und Airolo in der Valle Leventina im Kanton Tessin. Die Passhöhe liegt auf einer Höhe von 2106 m ü. M.

mehr unter Gotthard-Passstrasse

Gotthard-Strassentunnel

Länge: 16.9 Kilometer

Eröffnung: 5. September 1980

Wissenswertes:
Der Gotthard-Strassentunnel ist der viertlängste Strassentunnel der Welt und der längste Strassentunnel in den Alpen. Er ist das Herzstück der Schweizer Nationalstrasse A2 von Basel nach Chiasso und damit die kürzeste europäische Autobahnverbindung zwischen Hamburg und Sizilien.

mehr unter Gotthard-Strassentunnel

A4 Küssnacht–Flüelen

Von der A4 betreut das AfBN einen Streckenabschnitt von rund 36 km. Das ist die Strecke von Küssnacht bis Flüelen. Auf dieser Strecke befinden sich 13 Tunnels von Total 6.73 km Länge, wovon 11 Tunnel auf der Axenstrasse zwischen Brunnen und Flüelen sind.

Küssnacht–Brunnen

Länge: 21 Kilometer

Eröffnung: Abschnitt Seewen–Brunnen 1976, Abschnitt Süsswinkel bis Goldau 1978, Abschnitt Goldau–Seewen 1980, Abschnitt Küssnacht bis Süsswinkel 1981 und Abschnitt Zubringer Küssnacht 1983.

Wissenswertes:
Auf dieser Strecke befinden sich die Tunnels Engiberg und Schönegg, 15 Brücken und die Viadukte Zingel, Urmiberg und Sechzehni, sowie 5 Galerien.

Mositunnel

Länge: 1.14 Kilometer

Eröffnung: 1964 (Erhaltungsprojekt 2013-2018)

Wissenswertes:
Der zweistreifige Mositunnel als Umfahrung von Brunnen liegt zwischen den Anschlüssen Brunnen Nord und Brunnen und verbindet die Autobahn A4 mit der Axenstrasse.

Energieversorgung:
Die Energieversorgung für den Mositunnel erfolgt aus der Mittelspannungsebene 15 kV durch das EW Schwyz.

Belüftung:
Um eine ausreichende Luftqualität zu gewährleisten, muss der Fahrraum im Tunnel bei Bedarf mit Frischluft versorgt werden. Für die Tunnellüftung sind im Mositunnel sogenannte Strahlventilatoren oberhalb des Fahrraums installiert. Mit Hilfe dieser Strahlventilatoren wird die Luft in Längsrichtung durch den Tunnel gefördert.

Fluchtwege:
Querverbindungen zwischen der Tunnelröhre und einem Sicherheitsstollen erhöhen die Sicherheit.

SOS-Nischen und Notrufeinrichtungen:
Alle 150 m befinden sich SOS-Stationen mit Notruftelefon und Feuerlöscher. Bei Entnahme eines Feuerlöschers wir Alarm ausgelöst und die nachfolgenden Verkehrsteilnehmer mit Gelbblinken gewarnt.

Axenstrasse Brunnen–Flüelen

Länge: 15 Kilometer

Eröffnung: Abschnitt Sisikon–Flüelen 1864, Abschnitt Brunnen–Sisikon 1865

Wissenswertes:
Die Strecke Brunnen bis Flüelen führt durch 12 Tunnels (ohne Mosi und Flüelertunnel) und 9 Galerien. Beinahe 4 Kilometer der Strecke sind überdacht.

Die Axenstrasse zwischen Brunnen (SZ) und Flüelen (UR) zählt zu den kühnsten Strassenbauprojekten in den Schweizer Alpen. Über Jahrhunderte war der Kanton Uri nur über den Seeweg erreichbar. Wegen der schroffen Felsen, der steilen Wildbachtäler und der zahlreichen Lawinen- und Rüfenabgängen schien der Bau einer ständig nutzbaren Strasse am Axen lange gar nicht möglich zu sein.

Pionier Karl Emanuel Müller

Als eigentlicher Erbauer der Axenstrasse gilt der Urner Ingenieur, Landammann und Ständerat Karl Emanuel Müller (1804-1869). Er setzte sich über Jahre für den Bau einer Fahrstrasse zwischen Brunnen und Flüelen ein. Er entwarf Pläne und vermochte schliesslich sowohl den Bund als auch die beiden Kantone Schwyz und Uri für das Projekt zu gewinnen. 1861 wurde mit dem Bau begonnen. Der Abschnitt Sisikon–Flüelen wurde 1864 eröffnet, der Abschnitt Sisikon–Brunnen 1865. Die Gesamtkosten betrugen 842'000 Franken. 598'000 Franken fielen auf den Kanton Uri, 244'000 auf Schwyz. Der Bund beteiligte sich zu 50 Prozent an den jeweiligen Kosten.

Mehrmaliger Ausbau

Die erste Axenstrasse wurde für den Verkehr mit Pferdekutschen gebaut. Mit dem Aufkommen des Automobilverkehrs in den Zwanzigerjahren wurde es notwendig, die Strasse zu asphaltieren und zu verbreitern. Dieser Ausbau erfolgte zwischen 1937 und 1939. Von 1975 bis 1990 wurde die Axenstrasse erneut in mehreren Etappen umfassend saniert und ausgebaut.

Umfahrungstunnel Flüelen

Länge: 2.6 Kilometer

Eröffnung: 10. Juni 2005

Wissenswertes:
Der zweistreifige Tunnel als Umfahrung von Flüelen verbindet die Axenstrasse mit der Autobahn A2.

Energieversorgung:
Die Energieversorgung erfolgt aus der Mittelspannungsebene 15 kV durch eine Ringleitung. Die Normalversorgung erfolgt vom Unterwerk Flüelen via Portalzentrale Süd bis zur Portalzentrale Nord. Als Zweitversorgung besteht eine 15 kV Einspeisung ab Sisikon.

Belüftung:
Für die Abluft sind zwei Axialventilatoren mit Absperrklappen vorhanden. diese befinden sich in der Lüftungszentrale Mitte. Der Abluftkanal, welcher insgesamt mit 31 motorisierten Klappen bestückt ist, befindet sich oberhalb der Fahrbahn und wird über den Schachtkopf aus dem Tunnel geführt. Zusätzlich befinden sich 4 Strahlventilatoren bei der Tunneleinfahrt Nord.

Fluchtwege:
Querverbindungen zwischen der Tunnelröhre und einem Sicherheitsstollen erhöhen die Sicherheit bei Brandfällen.

SOS-Nischen und Notrufeinrichtung:
Alle 150 m befinden sich SOS-Stationen mit Notruftelefon und Feuerlöscher. Bei Entnahme eines Feuerlöschers wird Alarm ausgelöst und die nachfolgenden Verkehrsteilnehmer mit Gelbblinken gewarnt.