Strecke

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Wichtig für die Nord-Süd Transitachse

Das Gebiet der Gebietseinheit XI umfasst die A2 von Beckenried bis Airolo inkl. Gotthardpassstrasse sowie die A4 von Küssnacht bis Flüelen. Rund ein Viertel der bewirtschafteten Strecken sind Tunnelanlagen, wobei der Gotthardstrassentunnel zwischen Göschenen (UR) und Airolo (TI) mit 16.9 km der viertlängste Strassentunnel der Welt und der längste in den Alpen ist. Der Gotthard ist die wichtigste Verbindung auf der Nord-Süd Transitachse zwischen Rotterdam und Genua.

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A2 Streckenabschnitte

Das AfBN betreut rund 72 km des Nationalstrassennetzes A2 von Beckenried bis Airolo inkl. den beiden Strassentunnels Seelisberg und Gotthard. Von dieser Strecke werden 28.8 km in Tunnels und 2.25 km in Galerien geführt, hinzu kommen noch einige km Brücken und Viadukte. Auch die Gotthardpassstrasse A2P mit 32.4 km gehört zum Aufgabengebiet des AfBN.

Seelis­berg­tunnel

Der 9.25 km lange Seelisbergtunnel bildet zusammen mit dem 3.15 km langen Lehnenviadukt ein wichtiges Teilstück der Autobahn N2 am linken Ufer des Vierwaldstättersees. Das Teilstück der Nationalstrasse N2 wurde 1980 eingeweiht.

Seedorf – Amsteg

Die 14.8 km von Flüelen nach Amsteg wurden 1979 in Betrieb genommen.

Zwischen Flüelen und Erstfeld befinden sich 2 Reussbrücken, ein Durchlass und das Attinghauserviadukt sowie die Gotthard Raststätte.

Auf der Strecke Erstfeld - Amsteg unterhalten wir 11 Unterführungen, 6 Überführungen, 7 Durchlässe, 3 Reussbrücken und den Taubachtunnel.

Amsteg – Göschenen

Die Strecke der Tunnels und Brücken. Die A2 von Amsteg nach Göschenen ist 14.25 km und führt über 5 Brücken, durch 7 Tunnels und 5 Galerien. Insgesamt hat es 59 Stützmauern mit einer Gesamtlänge von rund 6.5 km.

Die Bauarbeiten für dieses Teilstück begannen 1963 in Amsteg. Die Inbetriebnahme erfolgte gestaffelt zwischen 1971 und 1980. Erste Sanierungen begannen 1990 mit dem Teilstück Amsteg – Meitschligen. Im Zweijahresrythmus folgen Meitschligen – Gurtnellen 1994 – 1996, Gurtnellen – Wassen 1996 – 1998 und schliesslich Wassen – Göschenen 1999 – 2001.

Gott­hard­-Pass­strasse

Die Gotthard-Passstrasse war seit dem Mittelalter bis zum Bau der Eisenbahn- und Autobahn-Tunnels eine der wichtigen Nord-Süd-Verbindungen über die Alpen. Auf einer Strecke von rund 26 Kilometern verbindet sie die Ortschaften Andermatt in der Talschaft Urseren im Kanton Uri und Airolo in der Valle Leventina im Kanton Tessin. Die Passhöhe liegt auf einer Höhe von 2‘106 m ü. M.

Gotthard­-Strassen­tunnel

Der Gotthard-Strassentunnel wurde am 5. September 1980 eröffnet und ist mit 16,9 Kilometern Länge der viertlängste Strassentunnel der Welt und der längste Strassentunnel in den Alpen. Er ist das Herzstück der Schweizer Nationalstrasse A2 von Basel nach Chiasso und damit der kürzesten europäischen Autobahnverbindung zwischen Hamburg und Sizilien.

www.gotthard-strassentunnel.ch

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A4 Streckenabschnitte

Von der A4 betreut das AfBN rund 36.2 km. Das ist die Strecke von Küssnacht bis Flüelen. Auf dieser Strecke befinden sich 13 Tunnels von Total 6.73 km Länge wovon 11 Tunnel auf der Axenstrasse zwischen Brunnen und Flüelen sind.

Küss­nacht – Brunnen

Die 21 km von Küssnacht nach Brunnen wurden in Etappen in Betrieb genommen. Seewen - Brunnen konnte 1976, Süsswinkel – Goldau 1978 und Goldau – Seewen 1980 eröffnet werden. Das letzte Teilstück Küssnacht – Süsswinkel wurde 1981 dem Verkehr übergeben. 1983 wurde der Zubringer Küssnacht eröffnet. Im Jahre 1987 waren zum ersten Mal die Unterhaltsausgaben für die Nationalstrassen höher als die Bauausgaben.

Auf dieser Strecke befinden sich die Tunnels Engiberg und Schönegg, 15 Brücken und die Viadukte Zingel, Urmiberg und Sechzehni.

Mosi­tunnel

Der Mositunnel ist ein zweispuriger Strassentunnel auf der A4 . Der Verkehr fliesst im Gegenverkehr, die beiden Fahrbahnen sind per doppelte Mittellinie getrennt. Als Hauptbestandteil der Umfahrung von Brunnen SZ zwischen den Anschlussstellen Brunnen Nord (Vollanschluss) und Brunnen Süd (Halbanschluss) kommt dem Tunnel eine wichtige Bedeutung zu. Zudem verbindet er die Autobahn A4 mit der Axenstrasse. Mit seinen rund 1.100 Metern Länge ist er der längste Strassentunnel im Kanton Schwyz. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit im Tunnel beträgt 80 km/h.

Sanierung Mositunnel: http://www.afbn.ch/informationen/baustellen/mositunnel/

Axen­strasse

Die Axenstrasse zwischen Brunnen (SZ) und Flüelen (UR) zählt zu den kühnsten Strassenbauprojekten in den Schweizer Alpen. Über Jahrhunderte war der Kanton Uri nur über den Seeweg erreichbar. Wegen der schroffen Felsen, der steilen Wildbachtäler und der zahlreichen Lawinen- und Rüfenabgängen schien der Bau einer ständig nutzbaren Strasse am Axen lange gar nicht möglich zu sein.

Pionier Karl Emanuel Müller

Als eigentlicher Erbauer der Axenstrasse gilt der Urner Ingenieur, Landammann und Ständerat Karl Emanuel Müller (1804–1869). Er setzte sich über Jahre für den Bau einer Fahrstrasse zwischen Brunnen und Flüelen ein. Er entwarf Pläne und vermochte schliesslich sowohl den Bund als auch die beiden Kantone Schwyz und Uri für das Projekt zu gewinnen. 1861 wurde mit dem Bau begonnen. Der Abschnitt Sisikon–Flüelen wurde 1864 eröffnet, der Abschnitt Sisikon–Brunnen 1865. Die Gesamtkosten betrugen 842'000 Franken. 598'000 Franken fielen auf den Kanton Uri, 244'000 auf Schwyz. Der Bund beteiligte sich zu 50 Prozent an den jeweiligen Kosten.

Mehrmaliger Ausbau

Die erste Axenstrasse wurde für den Verkehr mit Pferdekutschen gebaut. Mit dem Aufkommen des Automobilverkehrs in den Zwanzigerjahren wurde es notwendig, die Strasse zu asphaltieren und zu verbreitern. Dieser Ausbau erfolgte zwischen 1937 und 1939. Von 1975 bis 1990 wurde die Axenstrasse erneut in mehreren Etappen umfassend saniert und ausgebaut.

Umfahrungs­tunnel Flüelen

Der Tunnel Umfahrung Flüelen liegt an der A4 bei Flüelen, im Kanton Uri. Die Länge des Tunnels beträgt rund 2’600 Meter. Der Tunnel wurde im Jahre 2005 dem Verkehr übergeben und wird zweispurig im Gegenverkehr betrieben.

Im Tunnel Umfahrung Flüelen sind separate Fluchtwege und auch ein Sicherheitsstollen vorhanden.

Kantone

Das Streckennetz erstreckt sich über vier Kantone

Das 148 Kilometer lange Streckengebiet erstreckt sich über die vier Kantonsgebiete Uri, Tessin, Schwyz und Nidwalden. Diese Kantone waren am Aufbau des Amtes für Betrieb Nationalstrassen mitbeteiligt.

Nidwalden

Autokennzeichen: NW
Anzahl Fahrzeuge: 34'476 wovon 26'049 PW (Stand 2015)
AfBN Streckenkilometer: 7.5
Tunnel: Seelisberg-Strassentunnel

Homepage: www.nw.ch

Schwyz

Autokennzeichen: SZ
Anzahl Fahrzeuge: 126'689 wovon 96'378 PW (Stand 2015)
AfBN Streckenkilometer: 27
Tunnel: Engiberg, Schönegg, Mositunnel

Homepage: www.sz.ch

Tessin

Autokennzeichen: TI
Anzahl Fahrzeuge: 301'627 wovon 222'243 PW (Stand 2015)
AfBN Streckenkilometer: 24.6
Tunnel: Gotthard-Strassentunnel, Tunnel Fieud, Tunnel Bancchi

Homepage: www.ti.ch

Uri

Autokennzeichen: UR
Anzahl Fahrzeuge: 26'497 wovon 19'346 Personenwagen (Stand 2015)
AfBN Streckenkilometer: 89
Tunnel: Gotthard-Strassentunnel, Seelisberg-Strassentunnel, Umfahrungstunnel Flüelen

Homepage: www.ur.ch